| Oberverz. | Vocabula discere | Latina II | W3C Val. |
|
| Introductio | Exempla Literarum | Dr. Christoph Ottow's Übersetzungen aus dem Lateinischen | Laudationes magistrorum | Dies congressuum | Res diversae |
| Vorige Seite | Seitenende | Nächste Seite |
laCeltis: Ad Apollinem repertorem poetices, ut ab Italis ad Germanos veniat
laCeltis: De puella Romae reperta
deCeltis: De puella Romae reperta
laHoratius Liber carminorum I, 37 Cleopatra
deHoraz, Buch der Lieder, 37 Kleopatra
laHoratius Liber carminorum II, tertium
deHoraz, Buch der Lieder II, das dritte
laHoratius Flaccus: Liber I Sermo 1 (Satire 1)
deHoratius Flaccus: Liber I Sermo 1 (Satire 1)
laPublius Ovidius Naso (43 v. Chr. - 17 n. Chr.): Phaeton (Metamorphoses II 19…)
Phöbus, Schöpfer du der geliebten Leier,
lass Dein Heimatland Helicon und Pindus,
folge dem Appell unsrer fernen Fremde
Liedern zuliebe!
Sorge Du dafür, dass die Musen eilen,
musizieren süß unter kaltem Nordlicht.
Komm du selbst zu sehn kulturelles Ödland
klangvoller Saiten!
Den Barbar, der einst von robusten Ahnen
ungeschlacht gezeugt und von Latiums Liebreiz
unberührt noch ist, musst du dazu bringen,
Lieder zu singen.
Orpheus sang dergleich den betagten Griechen,
rührte Raubgetier und die raschen Rehe,
hohe Bäume selbst in den hehren Hainen,
schlug er die Leier.
Griechenlandbeschwingt konntest du erblicken
übers Meer hinweg langgstrecktes Latium,
mit der Musen Kuss wolltest du die schönen
Künste verbreiten.
Innig bitten wir, dass du unsre Küsten
wie Italiens einst mögest frequentieren,
dass der Bocksgesang in der schwarzen Tiefe
möge verhallen!
Conrad Celtis, 1.2.1459 - 4.2.1508, schrieb dieses Gedicht in sapphischen Elfsilblern: -v---vv-v-x; übersetzt hat es © Dr. Christoph Ottow, Kalenberger Graben 3, 31134 Hildesheim , 2001.
| Vorige Seite | Seitenanfang | Nächste Seite |